Chronik

Im Jahr 1902 wurde im Gasthaus zur Post der erste Walburger Sportverein mit dem Namen „Tuspo 02“ (Turn-Sportverein) gegründet. Schon damals waren die Farben des Vereinssymbols Blau-Weiß, die auch heute die Farben des Vereins prägen. Zu den damaligen Mitbegründern gehörten: August Volland (Post) ,Albert Volland (Lingenschmidt) ,August Klebe ,Karl Liese (Justin) und Ferdinand Preßler.

Bis zum Jahr 1920 betrieb der Verein nur Boden- und Geräteturnen. Erst ab 1920 wurde die Sparte Fußball gegründet und man spielte damals mit einem selbst gemachten Lumpenball auf der Bruchwiese. Ein eigener Sportplatz wurde 1930 in Eigenhilfe auf dem heutigen Sportplatz errichtet. Für die damaligen Verhältnisse galt der Walburger Sportverein als sehr fortschrittlich, denn er gründete in den 20-er Jahren eine Damenriege. Welchen Unmut in unserer damals ländlichen Gegend das Damenturnen auslöste, ist in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellbar. Viele Familien waren gegen dieses „Neumodische Kommoff“ und verboten ihren Töchtern die Beteiligung am Damenturnen. Diese ließen sich jedoch nicht beirren und übten ihren Sport nach dem Motto: „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“ weiterhin aus. Wie das damals so war, wurde noch ein zweiter Sportverein, der so genannte „Arbeiter Turn- und Sportverein“ gegründet, deren Mitbegründer unser ehemalige Bürgermeister Julius Rode und August Preßler zählten.

Im Jahr 1927 feierte der Tuspo 02 bei strahlendem Wetter sein 25-jähriges Bestehen. Im Anschluss daran kam es jedoch zu einem handfesten Krach in der Sportgemeinschaft, so das ein dritter Sportverein, die so genannte „Reichsbahn-Sportgemeinschaft“ (RSG) entstand. Die RSG untergliederte sich in folgende Sparten: Fußball, Leichtathletik und Schießen. Doch bereits im Jahr 1933 konnten sich die drei Vereine einigen und schlossen sich in der Reichsbahn-Sportgemeinschaft zusammen. Während des 2. Weltkrieges spielte nur noch eine Jugendmannschaft Fußball. 1945 wurde unter dem damaligen Bürgermeister Rode der Verein wieder neu gegründet. Neben der Turn- und Fußballabteilung, wurde eine Tischtennis und Schützenabteilung eingerichtet. Das 60-jährige Vereinsjubiläum (1962) fiel buchstäblich ins Wasser, denn kaum hatte die Vorstellung des Geräteturnens begonnen, platze ein Wolkenbruch nieder und das Fest auf dem Sportplatz fand damit seinen Ausklang. Im November 1967 wurde auf Initiative von Hildegard Vey und Gisela Strube eine Gymnastikabteilung gegründet. Die Leitung übernahm die Lehrerin Hannelore Brandau. Ab 1970 bis 1978 wurde die Sparte dann von Anneliese Liebetrau übernommen. Seit 1978 bis heute steht Lisa Volland als „Vorturnerin“ ehrenamtlich zur Verfügung.

Das Jubiläum im Jahr 1977 konnte mit großem Erfolg gefeiert werden, war es doch in Walburg das erste große Fest nach 15 Jahren. 1979 fand die 750-Jahrfeier von Walburg statt, an der sich der Sportverein aktiv beteiligte und dabei zum guten Gelingen dieses einmaligen Festes beitrug. Die B-Jugend der SG war im Spieljahr 1981/82 unter ihrem Trainer Gunter Pategewsky sehr erfolgreich; sie stieg in die Bezirksleistungsklasse auf. Das 80-jährige Vereinsjubiläum (1982) wurde parallel zur Bauphase des Vereinsheimes (Clubhaus) vorbereitet. Diese Doppelbelastung wurde von einer großen Anzahl von Mitgliedern mit Bravour bewältigt. Am 11. Mai 1982 wurde mit den Arbeiten des Vereinshauses begonnen, das Richtfest wurde im September gefeiert. Am 8. August 1983 konnte ein Einweihungsfest mit großer Sport und Politikprominenz gefeiert werden. Aus Spielermangel wurde in der Spielserie 1989/90 eine SG mit dem RFV Retterode eingegangen, diese löste sich jedoch nach einiger Zeit wieder auf. Die Sparten Aerobic, Tischtennis und Wandern wurden in den Jahren 1992/93 ins Leben gerufen. Ab 1994 konnte leider keine 2. Mannschaft mehr gestellt werden. 1995 schloss man sich zu einer Spielgemeinschaft mit Rommerode zusammen, die 1997 aufgelöst wurde. Seit dem Jahr 1996 bestreitet eine „Alt Herren“ Mannschaft Freundschaftsspiele. Im Jugendbereich betätigt sich der ESV schon seit 1997 in einer Jugendspielgemeinschaft mit der SG Meißner, dem VfB Rommerode und der Spvgg Hopfelde/Hollstein/Lusitania, der gemeinsame Name lautet „JSG Meißnerland“. Im Jahr 2001 entstand eine weitere Sparte, das „Walking“.

Im Jahr 2002 konnte der ESV sein 100-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Das Jubiläumsjahr begann mit einer Grenzwanderung, weiterhin folgte eine Sportwoche sowie eine Kirmes mit einem großen Festkommers. Dieses Vereinsjubiläum wurde durch die Mitwirkenden aller Sparten zu einem großen Erfolg. Außerdem gründete sich 2002 eine weitere Gruppe, Tischtennis für Erwachsene. Ab der Spielserie 2003/04 wurde wieder eine 1. Fußballmannschaft in der Kreisliga C gemeldet.

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